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06.11.2008

Fassadeninnovationen am inHaus2 /

Gläserne Bürofassaden:
Neue Techniken für mehr Komfort und weniger Energie- und Wartungskosten

GUNDELFINGEN, 28. OKTOBER 2008. Über gläserne Fassaden können Büroräume klimatisiert, geheizt und ge¬kühlt werden. In die Fassaden am inHaus2 in Duisburg wurden beispielsweise Klimageräte integriert, die Kühlenergie aus der Nachtauskühlung gewinnen. Andere Fassaden des Forschungsgebäudes arbeiten als besonders energieeffiziente Flächenheizung, die die Erdwärme nutzen und ein behagliches Raumklima trotz verringerter Raumtemperaturen erzeugen. Insgesamt fünf innovative Fassaden mit einer Ge¬samtfassadenfläche von rund 1.800 Quadratmetern testet die Josef Gartner GmbH am inHaus2. Das Fassadenbauunter¬nehmen aus dem bayerischen Gundelfingen will mit den neuen Techniken den Komfort der Nutzer erhöhen und gleichzeitig den Energieverbrauch sowie den Wartungs¬aufwand reduzieren.

"Der Fassadenbau entwickelt Schlüsseltechnologien zum energieeffizienten und nutzerorientierten Bauen. Beim inHaus2 in Duisburg setzen wir neue Fassadentechniken ein, die Flexibilität mit Behaglichkeit und Wirtschaftlichkeit verbinden. Für Nutzer und Mieter wird der Komfort durch eine neue individuelle Klimatisierung gesteigert, während für Investoren die nutzbare Bürofläche erweitert und die Bauzeit verkürzt wird. Wir nutzen dabei erneuerbare Energiequellen wie die Geothermie und die Nachtkühle", erklärte Dr. Roland Bornemann, Leiter Innovationsmanagement bei Gartner.

Bei der Cli-Fi-Fassade (Climate Systems Façade Integrated) an der Südseite des Gebäudes sind dezentrale Klimageräte in die Fassadenelemente integriert. In Zusammenarbeit mit der Firma Krantz entwickelte Gartner kleinformatige Lüftungsgeräte, die über Phasenwechselmaterialien Kühlenergie speichern und später wieder abgeben können. Über die Nachtauskühlung wird Kühlenergie gewonnen und ge¬speichert, die tagsüber wieder freigesetzt wird. So wird eine kostenfreie Energiequelle zur Gebäudekühlung genutzt. Diese dezentrale Klimatechnik kann individuell gesteuert und an den Raum angepaßt werden. Für Klimageräte und Luftführung wird kein zusätzlicher Raum benötigt. Auch abgehängte Decken, um Belüftungsleitungen aufzunehmen, können entfallen. Das ermöglicht wiederum eine geschoss¬hohe Verglasung.

Im Osten ist das inHaus2 mit einer 350 Quadratmeter großen CCF-Fassade (Closed Cavity Façade) verkleidet. Diese geschlossene zweischalige Fassade ist eine Weiterentwicklung der Zweiten-Haut-Fassade mit 3-fach-Verglasung. Sie bietet einen hohen Wärme- und Schallschutz, der beim

winterlichen Wärmeschutz noch über dem einer Zweiten-Haut-Fassade liegt. Der Sonnenschutz im Fassadenzwischenraum ist vor Wettereinflüssen geschützt. Im Unterschied zur Zweiten-Haut-Fassade kann der Fassadenzwischenraum nicht verschmutzen und muss daher nicht gereinigt werden. Um Kondensat im Zwischenraum zu vermeiden, wird die Fassade über ein ausgeklügeltes Leitungsnetz mit Trockenluft versorgt.

Die Zweite-Haut-Fassade an der Ostfront ist eine nach außen offene zweischalige Fassade mit innenliegendem Sonnen¬schutz. Über raumseitig öffenbare Fensterflügel, können die Räume belüftet werden. Selbst Hochhäuser lassen sich so natürlich belüften.

Die West- und Nordfront des inHaus2 wurde mit einer 520 Quadratmeter großen Integrierten Fassade zum Heizen und Kühlen verkleidet. In ihren Fassadenprofile aus Aluminium fließt warmes Wasser aus der Heizungsanlage. Über kühles Wasser können die Räume im Sommer entsprechend gekühlt werden. Diese Fassade wirkt wie eine Flächenheizung, die einen Kaltluftabfall vermeidet und ein behagliches Raumklima trotz verringerter Raumtemperaturen ermöglicht. Der Heizenergiebedarf kann um bis zu 10 Prozent reduziert werden. In Kombination mit einer Betonkernaktivierung wird der Energieverbrauch noch weiter gesenkt.

Am Eingangsbereich im Süden wurde eine vollverklebte Elementfassade (Structural Glazing) montiert. Ihre Glasscheiben wurden nicht wie bisher mit Silikon, sondern mit doppelseitigem Klebeband verklebt. Während sich Silikon nur langsam aushärtet, ermöglichen doppelseitige Klebebänder einen sofortigen Verbund und beschleunigen den Pro¬duktionsablauf.

Nähere Informationen:
Dr. Roland Bornemann, Leiter Innovationsmanagement der Josef Gartner GmbH, Gartnerstr. 20, 89423 Gundelfingen,
Tel.: 0 90 73/84-0, Fax: 0 90 73/84-21 00 www.josef-gartner.de

Dr. Jochen Mignat, Dr. Mignat PR, Tel. 0 61 81-5 07 91-22, j.mignat@mignat.de



Bei der Cli-Fi-Fassade sind dezentrale Klimageräte in die Fassade integriert, die die Nachtkühle nutzen.

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