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13.10.2009

Gartner-Fassaden nutzen zunehmend erneuerbare Energien /

Photovoltaik bei senkrechten Fassaden nicht erste Wahl /

Schlüsseltechnologien zum energieeffizienten Bauen

GUNDELFINGEN, 13. OKTOBER 2009. Der Fassadenbau entwickelt zunehmend Schlüsseltechnologien zum energieeffizienten Bauen. In die neue Cli-Fi-Fassade der Josef Gartner GmbH wurden Klimageräte integriert, die Kühlenergie aus der Nachtauskühlung gewinnen. Andere Gartner-Fassaden arbeiten als besonders energieeffiziente Flächenheizung und sind mit der Geothermie verbunden. Die CCF-Fassade, eine geschlossene zweischaligen Fassade mit 3-fach-Verglasung, verbessert den Wärme- und Schallschutz. Mit diesen neuen Fassadentechnologien will Gartner den Komfort der Nutzer erhöhen und gleichzeitig den Energieverbrauch sowie den Wartungsaufwand reduzieren. Der Wert eines Gebäudes kann so nachhaltig erhöht werden.

“In den letzten Jahren haben wir die Forschung und Entwicklung neuer Fassadentechnologien ausgebaut. Zusammen mit der Fraunhofer Gesellschaft erproben wir gegenwärtig am inHaus2 in Duisburg fünf Fassadeninnovationen. Gartner-Fassaden erfüllen höchste internationale Nachhaltigkeitsstandards. So erhielt unsere Fassade für die California Academy of Sciences in San Francisco eine Platinumzertifizierung nach LEED (Leadership in Energy and Environmental Design of the US Green Building Council). Auch die neue Fassade der Deutschen Bank in Frankfurt fertigen wir nach diesem Standard und in dessen höchster Kategorie Platinum,” erklärte Gartner-Geschäftsführer Klaus Lother.

Im In- und Ausland hat Gartner über 300 einzelne Patente angemeldet, darunter über 100 Eigenentwicklungen. 1968 erfand das Unternehmen beispielsweise die Integrierte Fassade zum Heizen und Kühlen, die zuletzt und in weiterentwickelter Form bei der BMW Welt in München eingesetzt wurde. Bei der Integrierten Fassade halten die Fassadenprofile nicht nur das Glas, sondern sind gleichzeitig Heiz- und Kühlflächen. In den achtziger Jahren hat Gartner die Zweite-Haut-Fassade zur natürlichen Belüftung von Hochhäusern wie beim Commerzbank-Hochhaus in Frankfurt entwickelt und erstmals angewendet.

Eine aktuelle Weiterentwicklung dieses Fassadengrundaufbaus ist die CCF-Fassade, die in Langzeitversuchen auf ihre Gebrauchstauglichkeit untersucht wurde. Diese Closed Cavity Facade ist eine geschlossene zweischalige Fassade mit einer Kombination aus Einfach- und Isolierverglasung. Der Fassadenzwischenraum kann nicht mehr verschmutzen und muss nicht gereinigt werden. Vor wenigen Wochen hat La Roche für ein neues Verwaltungsgebäude im Schweizer Rotkreuz Gartner mit einer CCF-Fassade beauftragt.

Gartner-Fassaden nutzen auch verschiedene erneuerbare Energiequellen. Im Sockelbereich der Deutschen Bank werden beispielsweise in die Fassade Solarabsorber zur Warmwassergewinnung eingebettet. Bei der Fassade der California Academy of Science in San Francisco oder bei Novartis in Basel wurden beispielsweise Photovoltaik-Module besonders in den Fassadenelementen im Dachbereich verwendet. „In Dachbereichen kann die Sonneneinstrahlung am besten genutzt werden. Für senkrechte Fassaden bieten dagegen Geothermie und Nachtkühle Vorteile, da sie im Unterschied zur Sonneneinstrahlung jederzeit und an allen Gebäudeseiten zur Verfügung stehen. Zudem sind im Unterschied zu Photovoltaik-Modulen keine wesentlichen Eingriffe in das Fassadendesign nötig und die konstruktive Freiheit bleibt unberührt,“ so Klaus Lother.

Bei der Cli-Fi-Fassade (Climate System Facade Integrated) sind modulare dezentrale Klimageräte in die Fassadenelemente integriert, die aus der Nachtauskühlung Energie gewinnen und speichern. Tagsüber kann diese Energie dann für die Gebäudekühlung genutzt werden. Dieses System zur solaren Kühlung kann von den Nutzern individuell gesteuert und an den Raum angepasst werden.

Auch setzt Gartner bei Fassaden immer wieder neue Materialien ein. Für das Wohn- und Geschäftsgebäude The Walbrook von Norman Foster in London hat Gartner erstmals glasfaserverstärkten Kunststoff (GFK) eingesetzt. GFK ermöglicht eine freie Formbarkeit der Elemente und die Gestaltung organischer Formen, ist in der Bauwirtschaft aber noch weitgehend ungenutzt. Die Walbrook-Fassade ist beispielsweise in alle Richtungen gebogen. Ihre Lamellen und Stützverkleidungen sind sphärisch gebogen und werden anschliessend in hochwertiger Lackierung aus dem Automobilbau veredelt.

Nähere Informationen:
Klaus Lother, Geschäftsführer,Josef Gartner GmbH, Gartnerstr. 20, 89423 Gundelfingen, Tel.: 090 73/84-0, Fax: 090 73/84-21 00
www.josef-gartner.de

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