Stahlfassaden


The New Indianapolis Airport, Indianapolis (USA)

Architekt: HOK Inc., St. Louis, MO

Mit einem neuen zentralen Terminal wurde der Flughafen von Indianapolis zu einem Gateway für Millionen von Reisenden nach Indiana ausgebaut. Außer dem neuen Passagierterminal wurden unter anderem auch eine Wartehalle und ein Parkhaus gebaut. Die Form des Terminalgebäudes spielt mit dem Wind und der natürlichen Beleuchtung der Sonne.

Die Verkehrsseite/Landsite mit ihren 6.610 m2 sowie die Verbindungsgänge und die 415 m2 große Verkleidung des Fußgängerübergangs sind als Stahl-Pfosten-Riegel-Fassade ausgeführt. Die Größe der Glasscheiben beträgt ungefähr 2833 x 1219 mm.

Die Stahl-Pfosten-Riegel-Fassade der Luftverkehrsseite/Airsite mit ihren 1.060 m2 ist nach außen hin abgeschrägt und wirkt gleichzeitig als Kontrast zur Fassade der Landsite.

Das Atrium und auch das Atriumdach sind als Standard-Aluminiumfassade ausgeführt. Das Atriumdach dient zusätzlich als Oberlicht.

Verbindungsgänge und Atrium mit einer Gesamtfläche von 520 m.

Verglasung: 6 mm TVG, 16 mm SZR, 6 mm TVG, Folie 1,52 mm, 6 mm TVG.

Oberflächen: Nasslack, RAL 9016 matt.

Weiterer Lieferumfang: Vier Seiteneingänge, ein Haupteingang, Glasschiebetüren für die Eingangsbereiche.

Fertistellung: 2008

Foto: Chuck Choi Architectural Photography, Brooklyn, NY



Betriebsrestaurant TRUMPF, Ditzingen (Germany)

Architekt: Barkow Leibinger Architekten, Berlin

Die Firma TRUMPF, ein Technologieunternehmen mit Schwerpunkt in der Fertigungs- und Medizintechnik, baut auf dem Gelände ihres Firmensitzes in Ditzingen bei Stuttgart ein neues Betriebsrestaurant.

Der polygonale Flachbau von ca. 10 m Höhe, 60 m Länge und 45 m Breite erhält eine umlaufende Fassade in reiner Pfostenkonstruktion ohne Querriegel aus geschweißten Stahl-T-Profilen. Die nach oben und unten gevouteten Pfosten tragen die Verglasung über angeschweißte Querträger, die in der horizontalen Glasfuge verschwinden. Vertikal wird die Glasfuge mit Pressleisten, horizontal mit Silikon ausgeführt. Innenliegend kommt ein Sonnenschutz zum Einsatz, der aus im Boden eingelassenen Schächten nach oben gezogen wird und aus Tuch besteht.
In der bauseitigen Holzbinder-Dachkonstruktion befinden sich 32 polygonale Aussparungen unterschiedlicher Geometrie, die mit Oberlichtern geschlossen werden.
Diese um 2° geneigten Oberlichter bestehen aus einer Stahl-Hohlprofil Unterkonstruk-
tion, betretbarer Verglasung und umlaufender Verblechung.

Flächen: Fassade 1.200 m2, Oberlichter 260 m2, Fenster, Türen 80 m2.

Verglasung Fassade (absturzsichernd): Solarlux neutral 68/34 aus außen VSG 16 mm aus 2 x TVG 8 mm, 1,52 mm PVB, SZR 16 mm, innen ESG-H 12 mm; Fassade (normal): Solarlux neutral 68/34 aus außen ESG-H 12 mm, SZR 16 mm, innen ESG H 12 mm; Oberlichter: Solarlux platin 31/17 außen ESG-H 10 mm, SZR 16 mm, innen VSG 16 mm aus 2 x TVG 8 mm, 1,52 mm PVB.

Oberflächen Stahlkonstruktion: Nasslack silber (Sonderfarbton „Felgensilber“); Aluminium E6 C35C eloxiert.

Weiterer Lieferumfang: Dreh-Falttor aus Stahl mit Schlupftüren und elektromechanischem Antrieb.

Fertigstellung: 2008

Foto: DAVIDFRANCK Photographie



ROYAL ONTARIO MUSEUM (ROM), Toronto, Ontario (Canada)

Architekt: Studio Daniel Libeskind with B + H Architects, a Joint Venture, New York

Das Royal Ontario Museum ROM liegt direkt im Zentrum der kanadischen Stadt Toronto. Das ROM ist berühmt für seine umfangreichen Kollektionen aus der Kulturgeschichte des Menschen sowie für seine einzigartigen Exponate prähistorischer Dinosaurierskelette. Mit dem Erweiterungsbau wurde der New Yorker Architekt Daniel Libeskind beauftragt, der den Bau in Form eines Kristalls direkt an das bestehende Altgebäude anpasste. Der spektakuläre „Kristall” bietet nicht nur weiteren Platz für die Sammlungen des Museums, sondern ist selbst ein Architektur gewordenes einzigartiges Exponat des Museums und ein markantes neues Wahrzeichen von Toronto.

Der Kristall besteht aus fünf ineinander verschachtelten einzelnen Kristallen. Jeder Kristall besteht aus 4 bis 6 Einzelflächen. Das Atrium und die Anschlussflächen sind der sechste unabhängige Kristall, der die Lücken zur alten und neuen Struktur hin schließt. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass bei diesem Neubau keine geraden Wände existieren. Sämtliche Flächen des Kristalls sind in einer oder zwei Ebenen geneigt. Daraus ergeben sich ungewöhnliche Verschneidungen der einzelnen Flächen und entsprechende Komplikationen beim Engineering.

Auf die Unterkonstruktion wurde eine liegende Fassadenkonstruktion in Elementbauweise von ca. 8.500 m
2 Größe aufgeständert. Die komplett elementierte Pfosten-Riegel-Konstruktion ist aus leichten Profilen gefertigt. Das Raster wurde mit 1200 x 1200 mm für die hoch belasteten bzw. mit 1300 x 2000 mm für die Regelbereiche gewählt. Als dämmende und wasserführende Ebene wurden in die Pfosten-Riegel-Konstruktion Sandwichpaneele eingebracht, die abgedichtet und mit Pressleisten fixiert sind.

Oberflächen: Naturton E6-C0 eloxiert.

Fertigstellung: 2007


Foto: Gardin&Mazzoli



C42 VITRINE MONDIALE DE CITROËN, Paris (France)

Architekt: Manuelle Gautrand, Paris

Nach Abriss des alten Showrooms am Champs Elysees entstand in der Baulücke die neue Ausstellungshalle. Die Außenansicht der Glaspyramiden-Fassade spielt optisch auf das Firmenlogo von Citroën an.

Die Fassadenfläche beträgt ca. 900 m
2, das Gebäude ist ca. 10,5 m breit und ca. 29 m hoch. Verbaut wurden ca. 40 t Stahlprofile (V-förmige Schweißprofile S355), Abmessung 100/160 mm, Wandstärken 5 mm bzw. 20 mm.

Die Glaspyramiden sind innen ohne sichtbare Stahlträgerprofile sowie außen ohne Pressleisten ausgeführt, um die gewünschte Ganzglaskristallstruktur zu erzielen, die dem Citroënlogo nachempfunden wurde. Aus statischen Gründen wurde ein Zugbandsystem aus Flachstahl 90/10 entwickelt, welches unsichtbar im Glasfalz verläuft. Sichtbar bleibt innen wie außen nur eine Silikonfuge. Zur Absturzsicherung sind die Scheiben an der Pyramidenspitze sowie im unteren Bereich der Zugbänder mit Punkthaltern mechanisch gehalten. Die Zugbänder sind zur Demontage der Glasscheiben über die Pyramidenspitze ausschiebbar.

Verglasung: Weißglas 12 VSG/24 SZR/12 VSG, Sonnenschutzbeschichtung 67/34, SZR zum Teil ausgefacht mit Kapipane transparent, Citroën Logos mit 4-lagiger roter PVB-Folie RAL 3020 bei innerer VSG Scheibe.

Oberflächen: RAL 9001 mit 6% Goldpartikel.

Fertigstellung: 2007


Foto: Gardin&Mazzoli



Drugstore Publicis in Paris (France)

Architekt: Building Inc., Los Angeles, USA

Executive Architekt: HDA, Paris

Das Drugstore Publicis Gebäude liegt direkt an den Champs Elysées, etwa 150 Meter vom Arc de Triomphe entfernt. Es handelt sich um ein Bauwerk aus den sechziger Jahren, welches sowohl im Innenbereich als auch im Bereich der Außenfassade mit einem futuristischen Design versehen wurde.

Umlaufend um das gesamte Gebäude (Champs Elysées, Rue de Preßbourg, Rue Vernet) wurden vorgehängte Glassegel in verschiedensten geometrischen Formen angebracht, Gesamtfläche ca. 710 m2. Die Basiskörper der Glasscheiben sind schräg geschnittene Zylinder, Kegel, Ringe etc. Die schon vorhandene Glasfassade des Gebäudes blieb komplett erhalten. Die neuen Fassadenelemente sind über Wandbefestigungskonsolen an den mit Naturstein verkleideten Hauptstützen des Gebäudes befestigt.

Verglasung: Optiwhite 16 mm VSG aus Float.

Oberflächen: Stahl DB704, Edelstahlschwerter glasperlgestrahlt.

Fertigstellung: 2005

Foto: Daniele Domenicali

 


University of Chicago Graduate School of Business, Illinois (USA)

Architekt: Rafael Viñoly Architects PLC, New York

Im Herzen des Campus der University of Chicago gelegen, spiegelt das neue Gebäude der Graduate School of Business die umliegende Architektur wieder: Im Norden Frank Lloyd Wright's Robie House, im Süden die Ida Noyes Hall und im Westen die Rockefeller Chapel. Die eindrucksvollen Stützen und die in die Höhe ragenden Bögen reflektieren die traditionelle gotische Architektur der umliegenden Gebäude. Der Wintergarten ist der zentrale Treffpunkt der Graduate School of Business-Gemeinschaft und ermöglicht einen Blick auf die umliegende Landschaft.

Die Stützen bestehen aus 8 runden Hohlprofilen, Durchmesser 228 mm, 18 m hoch. Die Bögen sind ca. 15 m lang, in drei Radien gebogen und laufen konisch von 228 mm am Bogenausgangspunkt und 152 mm am Bogenendpunkt zu.

Verglasung: Dach des Wintergartens sowie Seitenwände aus Isolierglaseinheiten mit kontinuierlichem zurückversetzten Randverbund. Umlaufenden Skylights aus Isolierglaseinheiten, die durch Pressleisten gehalten werden.

Oberflächen: Der 3-Schicht Farbaufbau besteht aus einer Zinkstaub Grundierung, einem Epoxy Zwischenlack und einem Akryl Polyurethan Decklack.

Fertigstellung: 2005

Foto: Daniele Domenicali


The Children´s Hospital of Philadelphia, Phase III Facade Replacement, Philadelphia (USA)

Architekt: Ballinger, Philadelphia

Das Children´s Hospital of Philadelphia ist eines der weltweit führenden Kinderkrankenhäuser und liegt im Universitätsviertel der Stadt Philadelphia. Im Zuge umfangreicher Bau- und Renovierungstätigkeiten wird das Hauptgebäude durch eine Vorhangfassade mit Skylight sowie durch eine Überdachung des Haupteinganges aufgewertet.

Sleeve-Fassade:
Stahlgitterträger mit einer Höhe von 24 m und einem Achsraster von 7,3 m bilden die Tragkonstruktion der Sleeve-Fassade. Die Verglasung besteht aus punktgehaltenen Glasscheiben, die am Rand von Edelstahl-Profilen eingefasst sind. In die Dachfläche ist ein über die gesamte Fassadenlänge durchlaufendes Skylight aus Stahlprofilen eingebaut, das den künstlerisch gestalteten Fassadenzwischenraum zusätzlich mit Licht versorgt.

Canopy: Die Überdachung des Haupteinganges besteht aus vier auskragenden und durch Zugstäbe nach oben abgehängten Stahl-Gitterträgern. Die Dachscheiben werden in Längsrichtung durch senkrecht stehende Beams aus Verbundglas gehalten.

Verglasung: Vorhangfassade VSG aus 2 x 12 mm ESG mit 1,52 mm Sentry Glass Plus; Kunstglas VSG aus 2 x 6 mm ESG mit 1,52 mm PVB (Farbe Vanceva); Skylight IsoGlas aus 6 mm ESG (lowE), 12 mm SZR, VSG aus 2 x 6 mm TVG; Vordach Beams VSG aus 4 x 12 mm ESG mit 1,52 mm PVB; Dachscheiben VSG aus 2 x 12 mm ESG mit 1,52 mm SGP.

Oberflächen: Stahlkonstruktion 2C-Epoxy High Solid, "Tofu", Nasslack Aluminiumprofile und -bleche PPG Duranar Sunstorm "Bright Silver", pulverbeschichtet.

Fertigstellung: 2006

Fotos: Scott McDonald